Samstag, 3. Oktober 2015

Zwei besondere Tücher für zwei besondere Frauen

Meine Güte, so schnell geht die Zeit vorbei. Diese zwei Tücher habe ich eigentlich schon vor Monaten fertig gestellt, aber bis ich sie verschenken konnte sind noch einige Monate mehr verstrichen. Nun kann ich sie hier presentieren.


Ich denke über dieses Tuch muss ich hier nicht viel sagen. Deswegen gibt es auch nur dieses eine Tragefoto für Kopftuchfrauen ;) Jeder hatt es wohl schon in der ein oder anderen Farbe oder Ausführung gesehen. Ich kann dazu nur sagen, es hat mich persönlich sehr überrascht, dass es so vielseitig und anschmiegsam ist, dass ich mir unbedingt auch eines sticken werde. Dieses Tuch nämlich ist zu meiner Mutter gewandert. Der Nuvem von Matina Behm getrickt mit Lace-Garn (Farbe hier: Gonzales) von der Wollmeise ist ein Traum an Tragekomfort!


Nun kommen wir zum zweiten Tuch. Ein Meisterwerk! Ich hätte am Anfang nie gedacht, jemals so ein Tuch sticken zu können. Streckenweise bin ich schier verzweifelt, aber die Mühe hat sich wirklich gelohnt!

Als ich vor zwei Jahren über die Wolle der Orenburgziege und den Tüchern, die daraus gestrickt werden gestolpert bin, war ich auf Anhieb fasziniert. Zwar ist diese Wolle hier in Deutschland nicht ganz billig (Krasava) aber das Ergebnis ist trotz des feinen Strickbildes sehr weich und warm zugleich.



Dieses Tuch nennt sich Medallion Square Shawl und ist mit Motiven -wie das Medallion in der Mitte- nach islamischer Art, die sie Turkvölker in dieser Gegend gestrickt haben, designet worden. Wahrscheinlich war das auch der Grund, weshalb es unbegingt dieses Tuch werden musste. 

Das Thema Lace wird mich wohl in nächster Zeit länger beschäftigen. Ich habe mir zwei Sonderhefte gegönnt, aus denen ich in nächster Zeit entweder tolle Tücher nachstricken werde oder ich lasse mich inspirieren und gestalte eigene Tücher... wie auch immer, es wird in nächter Zeit sehr laceig werden ;)

Achja, die zwei besonderen Frauen in meinem Leben sind natürlich meine Mutter und Sema Hoca. Über die Liebe zur Mutter muss ich hier wohl nicht viel sagen. Ein ewiges auf und ab, vor allem in der Jugend. Und im Alter dann die Einsicht und Versöhnung :) Zu Sema Hoca kann ich nur sagen, sie ist die Frau, die mir meine Religion so vorgelebt und erklärt hat, dass ich meinen Frieden damit gefunden habe. Durch sie habe ich Zugang zu allen Fragen des Lebens bekommen. Sie ist eine faszinierende Frau mit einer bemerkenswerten Lebensgeschichte. Beiden Frauen sind der Grund, wieso ich so geworden bin wie ich bin. Und dafür bin ich unendlich dankbar!